Berlin - «Normal ist es, zu Hause zu bleiben.» Diesen Satz hatte einst Günter de Bruyn in petto, als er im Nachgang einer Lesung gefragt wurde, warum er die DDR nicht verlassen habe. Es ist ein Satz, der so auch auf das Leben des Lyrikers Rainer Kirsch zutrifft.
Kirsch begegnete den ihm auferlegten Einschränkungen mit einer ganz anderen Flucht: Er machte sich als Nachdichter einen Namen, vor allem aus dem Russischen. Er übersetzte Sergej Jessenin, Anna Achmatowa, Wladimir Majakowski und Ossip Mandelstam. Die Liste seiner Nachdichtungen ist mindestens ebenso lang wie sein eigenes Werkverzeichnis. Dazu kommen Kinderbücher, Reportagen, Essays, Hörspiele und die Oper «Das Land Bum-Bum»
Mittwoch, 15. Juli 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

4 Kommentare:
In der so genannten Lyrik-Debatte von 1966 warfen staatstragende Kritiker Kirsch eine «Apotheose der Unbestimmtheit und Ungewissheit»
gedichte sind was wichtiges. Ich lese sie und es ist eine Art Meditation für mich.
Gedichte können einem unter die Haut gehen wenn die vom Herzen kommen.
Leider werden Gedichte in der Schule heute viel zu wenig durchgenommen. Für die meisten Jugendlichen sind sie nicht fassbar - und kaum einer interessiert sich wirklich für sie. Das ist schade, denn man kann viel von ihnen lernen!
Kommentar veröffentlichen